Interaktives Seminarwerkzeug · Infektionsepidemiologie

Agentenbasiertes Infektionsmodell (SEIR)

Jeder Punkt ist eine Person. Bei Kontakt überträgt sich der Erreger mit einer Wahrscheinlichkeit; Angesteckte durchlaufen S → E → I → R. Die Bevölkerung lässt sich in Gruppen mit unterschiedlich vielen Kontakten unterteilen (Essential Worker vs. Homeoffice); optional kommen Hospitalisierung und adaptives Verhalten hinzu. Schwestermodell zum SEIR-Kompartimentmodell.

Steuerung

Population & Bewegung

320
1.0
12

Erreger

1.6
3
8
60

Bevölkerungsstruktur

0
0
30

Interventionen

0
0
2

Hospitalisierung & adaptives Verhalten

8
7
2
50
Tempo

R₀ ist hier keine Stellgröße, sondern entsteht aus β, Radius, Tempo, Dichte und Kontaktstruktur — und wird live gemessen (Rₜ rechts). Bevölkerung und Impfquote setzen den Lauf zurück; alle übrigen Regler wirken auch mitten in der Welle.

Susceptible Exposed Infectious Recovered isoliert hospitalisiert
Epidemie erloschen

Tag

0

Aktuell infektiös

Hospitalisiert

Je infiziert

Rₜ (gemessen)

S E I H R

Modell: Agenten bewegen sich zufällig; bei Abstand < Infektionsradius wird ein Susceptibler mit Rate β/Tag angesteckt. Latenz (E→I) und Genesung (I→R) sind exponentiell verteilt (Mittel 1/σ bzw. 1/γ). Gruppen: Essential Worker bewegen sich schneller (mehr Kontakte), Homeoffice langsamer und mit reduziertem Transmissionsrisiko. Modul: ein Teil der Fälle wird nach der infektiösen Phase hospitalisiert (Zustand H, isoliert) und genest nach der Verweildauer; die Kapazitätslinie zeigt eine mögliche Überlastung. Bei „freiwilliger Kontaktreduktion“ drosseln alle Agenten ihre Bewegung umso stärker, je höher der aktuell hospitalisierte Bevölkerungsanteil ist — diese Rückkopplung kann mehrere Wellen erzeugen. Rₜ wird direkt gemessen. Stochastisches Modell — jeder Neustart verläuft etwas anders.